Kinder- und Jugendliche
in Fremdobsorge haben ein Recht auf
Gleichbehandlung,
besonders auch in Hinblick auf ihre Ausbildungsmöglichkeiten, Förderung
ihrer Leistungsmöglichkeit durch emotionelle und finanzielle Unterstützung,
Schutz vor Benachteiligung und Ausgrenzung - besonders, als die Ausbildungssituation
wesentlich zur sozialen Integration beiträgt.
Daher fordern
wir :
· dass endlich
das Vorurteil, fremduntergebrachte Kinder seien minder intelligent und
großteils verhaltensauffällig, aus der Welt geschafft wird
! Es bringt keinen Nutzen für einzelne, betroffene Kinder. Vielmehr
schadet es allen, die sich bemühen, aber ständig unterschätzt
beziehungsweise falsch beurteilt werden
· dass Lehrer, Betreuer und Pflegeeltern zur Förderung und
Forderung der fremdbetreuten Kinder und Jugendlichen angehalten werden
· dass fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche besonders zur
Aus- und Weiterbildung motiviert werden und der Pflichtschulabschluss
nicht das einzige Ausbildungsziel darstellt,
· dass die betroffenen Kinder/Jugendlichen ohne Einschränkung
über verschiedenste Alternativen der Berufsausbildung informiert
werden und entsprechend ihrer Fähigkeiten und ihrer persönlichen
Vorlieben selbst die Entscheidung für ihren Ausbildungsweg treffen
dürfen,
· dass als Grundlage für möglichen Lernerfolg
ein Arbeitsplatz ( Raum, Schreibtisch) für den Lernenden zur Verfügung
stehen muss, an dem störungsfreies Arbeiten möglich ist (ungestörter
Arbeitsplatz) ,ein Ansprechpartner für den Lernenden zur Verfügung
steht, der bei Verständnisschwierigkeiten, Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitung
unterstützt
zur psychischen Stabilisierung nach/in besonderen
Belastungssituationen Psychotherapie jederzeit möglich ist und
auch finanziert wird
· dass für weiterführende Ausbildungen oder Studium
auch nach der Fremdunterbringung finanzielle Unterstützung zur
Verfügung steht und leicht zugänglich ist (finanzielle Unterstützung)