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Youth
in Care - internationale Jugendkonferenz 2000 in Salzburg
für und von Jugendlichen in Fremdobsorge
Nach langer Vorbereitung
war es am Samstag, den 13.5. endlich soweit - 38 Jugendlichen aus Europa
Griechenland, Wales, Finnland,
Rumänien, Großbritannien,
Irland und Tschechien trafen
am Flughafen Salzburg ein. Nach der Einquartierung im Hotel marschierten
wir noch einmal gemeinsam los zum Abendessen in die Salzburger Altstadt.
Sonntagmorgen ging´s dann im Brunnauerzentrum richtig zur Sache.
In zwei Workshops konnte man sich Hennatatoos auf die Haut malen oder
im Garten Bungee-swingen. In der warmen Sonne konnten alle so richtig
auftauen und miteinander ins Gespräch kommen.
Der Montag begannen unsere Workshops zum Thema Integration
von Kindern und Jugendlichen, die bei Pflegeeltern oder in Wohngemeinschaften
untergebracht sind und Mitbestimmungsrecht bei Entscheidungen
die das eigene Leben der Jugendlichen betreffen. Ein Erfahrungsaustausch
der einzelnen Teilnehmer zeigte uns, dass sich die Probleme in den anderen
Ländern nicht wesentlich von den unseren unterscheiden. Gemeinsam
erarbeiteten wir Posters mit einer Liste von Grundbedürfnissen
und Wünschen an die Vertreter der Jugendwohlfahrt und alle Institutionenen,
Vereine, die mit fremdunter-gebrachten Jugendlichen arbeiten. Am Ende
des Tages hatten wir schließlich 4 Poster mit einer Fülle von
Ideen gesammelt. Am Abend folgten wir einer Einladung zur
EFCW-Konferenz (European Forum for Child Welfare) und besuchten deren
Eröffnungszeremonie.
Am Dienstag beteiligten wir uns an der EFCW-Konferenz. Es war uns wichtig,
dass wir nicht als Bittsteller oder Zierde der Erwachsenen auftreten,
sondern als Experten in bezug auf Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen
in Fremdobsorge. Davon konnten sich die Erwachsenen, um 11.30h, nach einer
kurzen Präsentation von Youth in Care Austria und einer Übersicht
der uns wichtigen Themen, schnell überzeugen. Am Nachmittag und am
darauffolgenden Vormittag waren die Erwachsenen schließlich zu einem
"gemischten Workshop" mit einer Delegation der Jugendkonferenz
eingeladen.
Am Mittwoch
Vormittag wurden dann in der Jugendkonferenz "After-Care"-Systeme
besprochen (für junge Erwachsene, die fremduntergebracht waren),
die in anderen Ländern zum Teil schon zum Standard gehören.
Der Nachmittag bot uns die Möglichkeit, Präsentationen der verschiedenen
Arbeitsgruppen der EFCW-Konferenz anzuschauen und anzuhören - darunter
natürlich auch unsere Gruppe, die uns in der Erwachsenenkonferenz
hervorragend vertreten hatte. Leider schrumpfte unsere Gruppe zunehmend,
da erste Teilnehmer der Jugendkonferenz leider schon heimfahren mussten.
So wurden noch Adressen ausgetauscht und gegenseitige Einladungen ausgesprochen.
Der Donnerstag
bot die Chance zum Besuch des Kinderschutzzentrums und der Kinder- und
Jugendanwaltschaft, oder zum Stadtbummeln und Shoppen. Das letzte gemeinsame
Abendessen stimmte uns tieftraurig und man konnte sich nicht trennen,
ohne uns ein Wiedersehen versprochen zu haben.
Am Freitag wurden
noch alle zum Flughafen begleitet und schließlich blieben wir allein
zurück, mit Herzen voller Freundschaft und Köpfen voller Ideen.
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